Bekämpft das Regime im Doppelpack! – Wolfenstein Youngblood

Was haben die Fans der Wolfenstein Serie auf diesen Moment gewartet- das erste Mal kann in einem Wolfenstein auch in Deutschland Nazis abgeknallt werden! Wie gut sich Wolfenstein Youngblood schlägt und ob der Koop-Schritt gelungen ist, verrate ich euch im Test.

Wolfenstein Youngblood ist merkbar anders. Nicht nur, dass wir erstmals nicht mit BJ spielen, sondern mit seinen zwei Töchtern, ist es auch ein Debüt, dass wir das komplette Spiel im Koop erleben können. Und nicht nur das, es ist komplett auf Koop-Action ausgelegt.

Die Story können wir recht knapp zusammenfassen: wir befinden uns in den 1980er Jahren im besetzten Paris. Recht flott treffen wir auf einen Widerstand, der sich im Untergrund organisiert und das Regime bekämpfen möchte. In diesen Katakomben können wir uns nun regelmäßig Aufgaben und Belohnungen abholen. Darüber hinaus gibt es auch noch tägliche und wöchentliche Herausforderungen, die zum Spielen motivieren sollen. Die Aufgaben bestehen im Grunde immer aus den gleichen Elementen: töte ihn, beschaffe das, sprenge dies. Jede Mission ist dabei recht knackig kurz. Wenn eine Aufgabe geschafft ist, geht es direkt zur nächsten. Mit den Belohnungen kann man sich Waffen- und Charakter-Upgrades holen um noch effektiver kämpfen zu können.

Spaß zu zweit!

Natürlich machen Koop Spiele erst richtig Spaß, wenn man zu zweit spielt. An dieser Stelle ist es für mich persönlich sehr positiv, dass die Story in den Hintergrund gerückt ist. Das liegt daran, dass wir bei Koop-Shootern mehr abschalten möchten und das Spiel einfach passieren lassen möchten. Das klappt sehr gut. Manchmal tut ein wenig stumpfes Schießen auch einfach gut. Wenn eine Person down ist, muss der Mitspieler helfen, damit es weitergehen kann. Im Laufe des Spiels findet man hin und wieder Team-Leben, die helfen, falls man einmal nicht rechtzeitig beim Mitspieler ist.

Im Singleplayer braucht man dieses Leben deutlich seltener, da die KI durchaus smart ist und nicht allzu schnell krepiert. Im Einzelspieler Modus kann man auch hin und wieder seinen Spaß haben, meiner Meinung nach aber nicht auf Dauer. Für 2-3 Aufgaben ist es noch ganz witzig, aber schnell verliert das Spiel seinen Reiz. Schnell habe ich angefangen den Tiefgang aus Wolfenstein 2 zu vermissen.

Rettet die Welt vor den Nazis!

Im Grunde kann Wolfenstein Youngblood viel Spaß machen. Wichtig ist, welche Erwartungen man am Spiel hat. Wer eine Fortsetzung der tiefgehenden Story eines Wolfenstein 2: The New Colossus erwartet, wird enttäuscht. Wer Fan von MMO Shootern a la Destiny ist, wird sehr viel Spaß haben. Man trifft sich online mit einem Freund und kann kleine Nazi-Baller-Runden spielen. Die Aufgaben sind nicht zu kurz um genervt zu sein und nicht zu lang, dass man keine Pausen einlegen könnte. Wer lieber allein spielen möchte, sollte wirklich die Finger davon lassen. Auf Dauer gleichen sich die Aufgaben sehr und mit Hilfe des Skill-Trees, ist man den Gegnern schnell überlegen.
Ein großer Plus-Punkt ist übrigens noch der Fakt, dass ihr mit der Wolfenstein Youngblood Deluxe Edition einen Freund kostenlos mitspielen lassen könnt.
Wolfenstein Youngblood ist definitiv kein perfektes Wolfenstein, aber es ist ein guter, knackiger Koop Spaß für zwischendurch.

 

 

 

Getestet auf Playstation 4 Pro
Bilder: Bethesda

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